Dopingskandal aufgeflogen: Wiener Blutbank!
Verwickelt sind nach Angaben der ARD wohl auch einige Deutsche Athleten. Dabei soll es sich unter Anderem um Radfahrer und Biathleten handeln. Insgesamt werden in verschiedenen Berichten 30-40 Sportler beschuldigt, die Blutbank in Anspruch genommen zu haben.
Alle Namen oder genauere Informationen sind bisher allerdings noch nicht bekannt.
Die Blutbank bestreitet diese Vorwürfe und Praktiken vehement. Dabei weisen sie unter anderem darauf hin, das für Blutdoping erforderliche Geräte in dem Labor garnicht vorhanden sind.
Unter den Radfahren sollen neben Georg Torschnig (ehemals Team Telekom, dann Gerolsteiner) und dem Dänen Michael Rassmussen auch noch einige andere Radsportler in den Skandal verwickelt sein. Beschuldigt werden momentan Denis Menchov und Michael Boogerd. Geoirg Torschnig bestreitet die Vorwürfe Blutdoping betrieben zu haben.
Aber dieser Skandal soll sich nicht nur auf die Radfahrer beschränken. Wenn die Dopingvorwürfe stimmen, muss die Internationale Biathlon-Union wohl ihren Ausblick auf dieses Jahr nocheinmal ändern müssen. In diesem kündigte sie an, dass im Biathlon mit großer warscheinlichkeit mit keinem Dopingfall mehr gerechnet werden müsse.
In verschiedenen Presseberichten wird auch behauptet, dass Deutsche Skiläufer in den Skandal verwickelt sein sollen. Dafür sind nach Angaben des Verbandes, der NADA und der WADA keine Hinweise bekannt sein.
Wenn dieser Skandal wirklich solche Ausmaße annimmt, könnte das verherende Folgen für den gesamten Leistungssport haben – nicht nur für eine einzelne Sportart. Denn allein das momentan vermutete Ausmaß, ist schon nicht mehr mit dem Dopingskandal um den Dopingarzt Fuentes zu vergleichen. Dieser hatte in seinem Labor in Madrid nur Radsportler gedoped.

Januar 20th, 2008 um 15:35
die doping-maschinerie überfällt nun wohl jede sportart. wirklich schade!
Januar 21st, 2008 um 14:05
Die Sportler die positiv auf Doping getestet werden, müssen hart bestraft werden. Aber auch die Trainer und Team-Manager müssen zur Verantwortung gezogen werden, da diese vermutlich mitverantwortlich sind. Vor allem Trainern muss ein rasches Leistungswachstum bei seinen Athleten auffallen…
Januar 25th, 2008 um 15:27
Doping hat sich eben leider in der Sportwelt etabliert. Und daran sind wir selbst schuld. Weil, als man früher mit diversen Substanzen gedopt war, einfach viel zu lasch reagiert hat und somit das Doping geföhrdert.
Und durch die medizinische Entwicklung werden auch weiterhin neue Dopingmittel auf den Markt kommen, weil eben immernoch eine Leistungssteigerung in den einzelnen Sportarten erziehlt werden muss.
Februar 1st, 2008 um 12:08
Um das Thema mit der Wiener Blutbank ist es ruhig geworden. Ob nun dort gedopt wird oder woanders, dürfte aber letztlich keinen Unterschied machen. Es wäre wohl blauäugig anzunehmen, dass in Ausdauersportarten nicht gedopt wird. Selbst wenn das Doping nur eine minimale Leistungssteigerung bringt, sind das letztlich die Sekunden, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Und damit auch über sehr viel Geld bzw. über fast kein Geld.
Februar 3rd, 2008 um 19:58
Nun ja, sie mussten ja gewissermassen ruhig werden, nachdem sich die deutschen Biathleten per Anwalt gemeldet haben. Da traut sich niemand mehr dran. Ich weiss im Moment ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll. Auch die Medien sind ja oft keines Ruhmes würdig, insbesondere wenn es Publicity wegen der gerade anstehenden WM gab…
Februar 17th, 2008 um 11:14
Es wäre verwunderlich, wenn all die anderen Ausdauersportarten, in denen es, ausser um sportlichev Ehren, UM VIEL GELD, geht sauber wären.
Wir alle, Fans, Wirtschaft, Medien müssen uns hinterfragen inwieweit wir schuld an dieser Entwicklung sind.
Und wenn wir ehrlich sind, dann werden wir große Schuld bei uns finden.
Einfach mal mit einer gebrachten Leistung, egalwas dabei rauskommt, zufrieden sein. Dann hätte das Doping keine Zukunft mehr.
März 4th, 2008 um 16:38
Gerade bei den Radfahrern finde ich das Doping immer sehr ausgeprägt. Man kann ja keine Tour de France mehr sehen ohne das die Meldung kommt das wieder einige Fahrer gedopt haben… Schade…
März 12th, 2008 um 00:57
Ich persönlich habe mir die letzte Tour de France gar nicht mehr angeschaut nach dem die ganzen Dopingskandale ans Licht gekommen sind. Meiner Meinung nach waren die letzten eh die besten da sie als einzigste nicht gedopt waren(hoffe ich zumindest)
März 21st, 2008 um 18:35
Kann man dem Leistungssport, speziell dem Radsport, noch glauben schenken?
Tatsache ist, dass in den letzten 10 Jahren die Durchschnittsgeschwindigkeit der Tour der France expontiel angestiegen ist. Ob, dass mit “Darwins Evolutionstheorie” zu erklären is???
Wohl kaum!
Januar 9th, 2009 um 12:43
Kleine Anmerkung zum Artikel oben. Bei der Operacion Puerto wurden nicht nur Radsportler gedopt. Aber sie waren die einzigen die man hat geopfert hat. Die spanischen Behörden wollten doch kaum ihren gesamten Spitzensport auffliegen lassen.
Außerdem gibt es im Radsport so viele Dopingfälle, weil dort die meisten, intelligentesten und neuesten Tests durchgeführt werden. Würde man in anderen vergleichbaren Sportarten so testen, dann würden vielen Leuten die Tränen kommen.
Des weiteren ist es ein Irrglaube, dass die letzten einer Tour de France nicht gedopt sind. Ein Ullrich, Armstrong oder Basso würden immer vor einem Vansevenant oder Casper im Gesamtklassement liegen. Sie haben einfach meht Talent, Fleiß und bessere Anlagen für eine Rundfahrt.
Februar 21st, 2009 um 15:17
Rüdiger: korrekt.
Ich weiss nicht, was heutzutage mit den Sportlern los ist. Als bekannt wurde, das der Forscher Lee Sweeney von der University of Pennsylvania Genforschung mit Mäusen und Affen betreibt, die dazu geeignet scheint, eine Art Gendoping zu bewirken, bekam er anscheinend (nach eigener Aussage) viele Anfrage von Leistungssportlern, die sich als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen wollten.
Als er diesen mitteilte, das es sich bis jetzt nur um Versuche handelte und das überhaupt noch nicht bekannt wäre, welche Auswirkungen das auf den Organismus haben könnte, bekam er von vielen die Antwort: egal. Probieren Sie es einfach an mir aus.
Wie wäre es mit einem Artikel zum Thema:
“Leistungssport heute- eine Ansammlung potentieller Selbstmörder”