1. Geschichte des Dopings
1. Geschichte des Dopings
Doping ist genauso alt, wie der Sport selbst. Schon im antiken Griechenland versuchten Athleten durch verschiedene Substanzen ihre Leistung zu steigern.
Professionelle Produkte zur Leistungssteigerung gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Erstmals wurden menschliche Hormone künstlich synthetisiert. Trotz massivem Einsatzes der Dopingmittel wurden die ersten Dopingtests erst 1968 durchgeführt.
Bekannte Dopingfälle
Das erste bekannt gewordene Dopingopfer gab es bei dem wegen Doping sehr in Verruf geratenen Radsport. 1986 starb Arthur Linton bei dem Rennen Paris-Roubaix an Aufputschmitteln und Stimulanzien.
Die Olympischen Spiele 1988 boten den ersten großen Dopingfall der Sportgeschichte. Nach seinem Sieg im 100-Meter Lauf wurde Ben Johnson disqualifiziert. In seinem Urin wurde ein künstlich hergestelltes Hormon nachgewiesen.
Vier Jahre später, 1992, wurde der erste große Dopingskandal bei den Frauen aufgedeckt. Die deutschen Leichtathletinnen Katrin Krabbe, Grit Breuer und Manuela Derr nutzten ein muskelaufbauendes Medikament.
1998 weitete sich die Problematik „Doping” aus. Bei dem Team Festina wurden nicht zugelassene Hormone gefunden. Im gleichen Jahr kam es im Radsport zu weiteren Aufsehen erregenden Dopingskandalen.
Das Thema Doping erreichte 2003 mit der „Balco-Affäre” eine neue Qualität. Bei dieser wurden Dopingvergehen vieler amerikanischer Spitzensportler aufgeklärt, die alle von dem Pharma-Hersteller Balco mit Hormonen versorgt wurden.
Weitere bekannte Dopingfälle:
1999: Dieter Baumann, Olympiasieger 5000 Meter-Lauf, Hormone
2002: Johann Mühlegg, Olympiasieger Ski-Langlauf, EPO
2004: Leonidas Sampanis, Olympia-Gewichtheber, Hormone
2006: Jan Ullrich, Ivan Basso, Francisco Mancebo, Oscar Sevilla, Tour de France, EPO, Eigenblutdoping (Arzt: Eufemiano Fuentes)
2006: Floyd Landis, Tour de France, Hormone
2007: Alexander Vinokurov, Tour de France, Fremdblutdoping
