3. Doping im Breitensport
3. Doping im Breitensport
Doping und Breitensport passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Doch dieser Eindruck täuscht massiv. Viele Breitensportler setzten massiv auf Dopingmittel. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2002 100 Millionen Euro für illegale Dopingmittel ausgegeben1. Ebenso boomt der Gebrauch von Schmerzmitteln oder ähnlichen Substanzen bei Wettkämpfen2. Auch wenn dies bei den meisten Sportarten nicht unter Doping fällt, ist dies schon der erste Schritt in diese Richtung.
Aber auch vor verbotenen Dopingmitteln wird kein Halt gemacht. Eine Studie ergab etwa, dass etwa 10-15% der Radamateur-Wettkampfsportler Dopingmittel nutzen.
Doch darüber redet niemand. Das Thema „Doping im Breitensport” steht einfach nicht im öffentlichem Interesse.
3.1 Beweggründe für Hobbysportler
Bei vielen Hobbysportlern führt oft übertriebener Ehrgeiz, falsche Vorbilder und/oder Leistungsdruck zum Doping. Viele, insbesondere Jugendliche, greifen auch zum Erreichen gewisser Schönheitsideale zu Dopingmitteln (s. 3.3. Doping im Fitnesstudio).
In der Regeln ist es aber der übertriebene Ehrgeiz. Man will mit Siegen und neuen Leistungssteigerungen seine Freunde, Konkurrenten oder seine Mannschaft beeindrucken und hofft vielleicht sogar auf einen Sponsor.
3.2 Gefahr Nahrungsergänzungsmittel
Allerdings besteht auch die Gefahr, dass ein Sportler unabsichtlich zum Doping kommt. Mit gewissen „Nahrungsergänzungsmitteln” und zweifelhafter „Spotlernahrung” kann man schnell und unabsichtlich in den Dopingsumpf abrutschen, ohne es zu zu merken. 15% in Deutschland erhältlicher Nahrungsergänzungsmittel enthielten nach einer Studie verbotene Wirkstoffe3.
3.3 Doping im Fitnessstudio
Auch das Doping im Fitnessstudio ist an der Tagesordnung. Dabei geht es noch nicht einmal um die als sehr dopingverseuchte Bodybuilder-Szene, sondern um ganz normale Menschen, die im Fitnessstudio trainieren.
Die einen wollen stärker werden, die anderen wollen ihr Aussehen verändern. Dem größten Teil geht es dabei aber ausschließlich um sein Aussehen. Von den etwa 7 Millionen Besuchern von Fitnessstudios konsumieren fast 15% regelmäßig verbotene Dopingmittel.
Nach einer Studie in den USA haben 23% der Anabolika Anwender einen High-School Abschluss und über 33% ein Bachelor-Diplom. 50% der Anabolika-Anwender verdienen zwischen 50.000$-100.000$4. Viele Anwender kann man also auch als durchaus erfolgreich ansehen. Und das passt in das Bild, da insbesondere, auch auf der Arbeit und in anderen Bereichen, leistungsorientierte Menschen zum Doping neigen.
Dreht man diesen Ansatz um, kommt man dazu, dass Doping eine Ausdrucksform unserer leistungsorientierten Gesellschaft ist. Oder jedenfalls sein könnte.
3.4 Doping bei Wettkämpfen im Breitensport
Auch der Breitensport kann sich nicht der Dopingproblematik entziehen. Die Wahrscheinlichkeit, beim Doping erwischt zu werden, ist im Breitensport allerdings nicht so groß, wie im Leistungssport. Ebenso sind Dopingfälle im Breitensport lange nicht so Aufsehen erregend.
Allerdings gibt es auch im Breitensport Dopingkontrollen. Bei jeder offiziellen, von einem Dachverband legitimierten Sportveranstaltung, kann ein offiziell registrierter Sportler auf Dopingmittel kontrolliert werden.
Bei gewissen Sportveranstaltungen werden zusätzlich vom Veranstalter Dopingkontrollen durchgeführt. Die Konsequenzen und Reglementierungen sind für Breitensportler die gleichen, wie für Leistungssportler.

März 2nd, 2009 um 15:54
Schade, dass die Quellenangaben für die Studien fehlen. So kann man sich nicht wirklich auf die Aussagen stützen und verlassen.
März 2nd, 2009 um 15:57
1.Studie des niedersächsischen Innenministeriums und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft.