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5. Dopingmethoden

März 2nd, 2009

5. Dopingmethoden
5.1 Blutdoping
Blutdoping ist eine in Ausdauersportarten gefragte Dopingmethode. Ihr Effekt ist etwa der gleiche, wie sehr aufwendiges Höhentraing. Allerdings kann ein noch höherer Sauerstoffgehalt im Blut erreicht werden, was das Ziel dieser Dopingmethode ist.
Mit Blutdoping kann die Leistungsfähigkeit um etwa 5% gesteigert werden. Die Muskeln ermüden durch den bereitgestellten Sauerstoff nicht so schnell. Durch das Blutdoping kann also die Aufnahmefähigkeit des Blutes für Sauerstoff gefördert werden.
Möglich sind Eigenblut und Fremdblutdoping. Eigenblutdoping kann, wenn es in gewissen Maßen durchgeführt wird, nicht nachgewiesen werden. Fremdblutdoping dagegen kann über einen DNA-Vergleich erkannt werden.
5.2 Gendoping
Auch Gendoping, welches eine recht neue Dopingmethode ist, wurde schon in die Verbotsliste der WADA aufgenommen. Dort ist Gendoping als Übertragung/Verwendung/Veränderung von Zellen und/oder Genelementen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit definiert.
Offiziell wird angegeben, dass Gendoping noch nicht zum Einsatz kommt. Die Anti-Doping Organisationen geben an, dass Gendoping mit den üblichen Testmethoden nur sehr schwierig oder garnicht festzustellen ist.
Neue Forschungen haben allerdings schon Ansätze zum Gendopingnachweis hervorgebracht.
Es ist stark davon auszugehen, dass Gendoping längst angewandt wird. So hat etwa ein ARD-Reporterteam, welches sich als US-Trainer ausgab, Lockangebote für ein Gendoping in China eingeholt und auch persönlich bei den Ärzten vorgesprochen. Diese waren bei einer entsprechenden Bezahlung einverstanden, das Gendoping durchzuführen.
5.3 Hormon- Genveränderungen im Kindesalter
Eine weitere mögliche Dopingmethode ist eine Hormon- bzw. Genveränderung im Kindesalter. So können kleinen Kindern spezielle Hormone oder möglicherweise auch genverändernde Substanzen verabreicht werden, die eine spezielle Statur entstehen lassen. So kann etwa für den Schwimmsport ein großer, besonders Muskulärer Athlet mit großen Füßen gezüchtet werden. Übertragen auf z.B. das Turnen würde dies einen kleinen, kompakten und Kräftigen Athleten ergeben.
Anwendungen dieser Dopingmethode sind nicht bekannt. Sie wird allerdings von Experten vermutet und lässt sich medizinisch noch nicht nachweisen.
5.4 Wirkstoffe
Es gibt unzählige Wirkstoffe, die auf der Dopingliste vermekt sind. Diese werden in 4 Kategorien eingeteilt:
5.4.1 Leistungssteigerung
Leistungssteigernde Wirkstoffe führen nach Anwendung zu einer direkten Leistungssteigerung. So wird etwa durch das Mittel EPO (Erythropoietin) die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Blutes gefördert. Dies hat im Grunde den selben Effekt wie Höhentraining.
Ebenso zu den Leistungssteigernden Wirkstoffen gehört das neue „Wunderdopingmittel” S107, mit dem sich einige Leistungen bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking erklären lassen könnten. Dazu zählen etwa Leistungen der Schwimmer oder Sprinter. Das Mittel sorgt für eine klare Regulierung des Kalziumhaushalts in den Muskeln. Ohne S107 gerät bei Grenzbelastungen die Kalziumproduktion in den Muskeln außer Rand und Band, was zu einer Muskelermüdung führt. Diese wird durch das Mittel um 20%-30% reduziert.
5.4.2 Hormone / Anabolika
Anabolika sind ein allgemein bekanntes Dopingmittel zum Muskelwachstum. In der Regel sind Anabolika künstlich hergestellte Hormone, wie das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Künstliche Designer-Anabolika konzentrieren sich auf den Muskelwachstum. Natürliche Hormone wie das Human Groth Hormon, welches in seiner Wirkung mit vielen Anabolika vergleichbar ist, kann im Gegensatz zu Anabolika nicht mit den üblichen Testverfahren nachgewiesen werden.
5.4.3 Stresshemmer
Stresshemmer, oft auch als Beta-Blocker bekannt kommen hauptsächlich in Sportarten, bei denen es auf eine hohe Konzentration ankommt, zum Einsatz. Dazu zählen zum Beispiel Schützen (Bogen, Pistole, Gewehr) oder Golfer. Mit Hilfe der Beta-Blocker werden Rezeptoren im Gehirn blockiert, wodurch man sehr ruhiger wird. Dadurch kann eine höhere Präzision erreicht und Stress, so wie Aufregung vermindert werden.
5.4.4 Schmerzmittel
Schmerzmittel finden bei vielen Sportarten regen Gebrauch. Es gibt wohl kaum eine Sportart, in der keine Schmerzmittel genutzt werden. Und dies ist beim Humansport auch kein Dopingvergehen, da die meisten Wirkstoffe wie Ibuprofen nicht auf der Dopingliste stehen.
Dies wird von Experten massiv kritisiert, da z.B. bei Gewichthebern auf Wettkämpfen oft 100% der Teilnehmer Schmerzmittel nutzen. Aber auch unter Läufern sind Schmerzmittel sehr stark vertreten.

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2 Kommentare

  1. Elmar

    zu Punkt 5.2, Gendoping

    Ist zusammen mit 5.3 der am meisten Besorgnis erregende,

    Wie sieht hierbei die “Praxis” aus?

    Ich schätze, dass es hier, ungleich zu 5.3, um die Genveränderung im bereits ausgewachsenen Alter geht. Wie konkret wird dies bewerkstelligt?

    “Neue Forschungen haben allerdings schon Ansätze zum Gendopingnachweis hervorgebracht.”

    Werden diese auch schon angewandt?
    Ich kann mir Vorstellen, dass ein solcher Test sich als wesentlich aufwendiger als bisherige Methoden erweist. Ist an eine “Alltagstauglichkeit” ohne Verdacht überhaupt zu denken? Und wenn nein, wie entsteht ein Verdacht auf Gendoping abgesehen von überauffälligen Verhaltens-/Leistungsmerkmalen?

  2. Natural

    Den Film über Doping also genauer
    “Im Reich der Mittel” oder wie der
    Film geheissen hat, hat man gesehen
    das die in China bereits sowas wie
    Gendoping einsetzen. Der Arzt dort
    hat so eine Doping Methode angeboten
    und man kann über den Preis verhandeln, schon krass wenn man bedenkt das kaum jemand über die
    Langzeitnebenwirkungen dieses Dopings bescheid weis, wie denn auch wenn es noch so neu ist!
    Anabolika und Co. gibt es ja schon länger, aber nun auch noch Gendoping,
    wie soll man sowas bei Athleten dann
    nachweisen können? Dürfte eine grosse
    Herausforderung für die IOC sein!

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