Manipulation bei Sportwetten
Die Sportwette als Glücksspiel ist unter Sportprofis eine weit verbreitete Lieblingsbeschäftigung, Gründe dafür sind neben hohen möglichen Gewinnen der Adrenalin-Pegel oder schlicht und einfach: der Spaß. Zwar beinhalten Sportwetten einen hohen Spaßfaktor, doch gibt es auch in diesem Metier schwarze Schafe. Manipulierte Sportwetten sind definitiv Betrug und mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die häufigsten solcher Handlungen bestehen darin, dass Spielern, Schiedsrichtern oder Trainern hohe Geldsummen versprochen werden, wenn sie den Spielverlauf gänzlich eigenständig beeinflussen (beispielsweise durch absichtlich schlechtes Spielen, falsches Pfeifen u.a.) und dadurch einen hohen Wettgewinn für den Bestechenden garantieren. Wenn ans Licht kommt, dass Spieler, Schiedsrichter oder Trainer sich haben bestechen lassen, stehen in der regel hohe Strafen bevor – von schlechter Presse und einem bleibenden Imageschaden aufgrund dieses unsportlichen und unmoralischen Verhaltens ganz zu schweigen.
Für die Manipulateure ist es wichtig, die Wettquote so zu verschieben, dass sie selbst daraus einen garantierten Vorteil ziehen können. So wird ein eigentlich unwahrscheinliches Ereignis plötzlich wahrscheinlich. Von einer so erreichten Quotenveränderung weiß allerdings lediglich der Betrüger, während der Wettanbieter annimmt, dass die ursprüngliche Quote erreicht wird. Durch die Manipulation entsteht so ein Quotenschaden und dem Wettanbieter ein Vermögensschaden, der dem Wettgewinn entspricht. Der Betrüger macht sich daher strafbar, indem er den Angestellten bzw. dem Inhaber des Wettbüros durch Täuschung zu einer Vermögensverfügung veranlasst hat, die beim Wettanbieter zu einem finanziellen Schaden führt. Kommt ein solcher Betrug ans Licht, können sehr hohe Geldstrafen und sogar Gefängnisstrafen drohen und für die Bestochenen Spiel-Sperren. Angesichts dessen ist Wettbetrug nicht nur von moralischer Seite eine fragwürdige und risikoreiche Aktion.
