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Doping-Verdacht während der Springreiter EM in Hamburg

August 20th, 2007

springreitenKurz vor dem Finale der Springreiter EM, die dieses Jahr in Mannheim stattfindet wurde eine erstes positives Testergebnis auf verbotene Substanzen bei der Stute Maike von Jessica Kürtens publik. Das positive Testergebnis liegt allerdings schon seit Anfang Mai dem Weltreiter Verband vor.

An die breite Öffentlichkeit gelangten diese Infos erst durch eine irische Zeitung. Diese informierte ebenfalls darüber, dass die aus Irland stammende Reiterin vom Weltreiter-Verband ein Angebot bekommen habe, das Verfahren gegen Zahlung von 500 Schweizer Franken einzustellen. Diese Brgründeten das Angebot damit, dass es sich um eine Substanz handele, die als eher unwichtig eingestuft wird.

Jessica Kürten lehnte dieses Angebot allerdings ab, und fordert, dass die B-Probe geöffnet wird. Das ist meiner Meinung nach ein sehr korrektes Verhalten. So zeigt sie ja auch, dass sie anscheinend nichts zu verbergen hat. Bei Pferden kann es leicht einmal passieren, dass eine auch schon vor Wochen aufgetragene Creme noch im Blut nachweisbar ist. Eigentlich muss man diese Mittel zwar vorher anmelden, aber das kann man ja auch mal vergessen. Gelegentlich halte ich das auch für etwas übertrieben. Man kann ja schließlich nicht immer böse Absichten unterstellen.

Allerdings sah sich Jessica Kürten schon 2004 während der WM im Visier der Dopingfander. Dort wurde der Verdacht laut, dass ihr Pferd Libertina gedopt worden seie, denn bei einer ersten Untersuchung wurde Koffein und Theophyllin nachgewiesen.

Diese Mittel sind bekannte Psychostimulantien und Bronchodilatoren. Allerdings werden sie in Unserer Gesellschaft sehr oft Konsumiert. Denn fast jeder trinkt Kaffee, Tee oder Kakao. Theophyllin ist auch in Asthma-Sprays enthalten. Aber das ist eher bei Doping für Menschen interessant. Die Auswirkungen der Substanzen sind allerdings besonders im Pferdesport nicht zu verachten. So wird die Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft gesteigert und die Atemfrquenz nimmt zu. So wird auch die Motrik verstärkt. Wenn allerdings zu viel dieser Stoffe verabreicht werden, werden die Pferde schnell unruhig und verhalten sich sehr ängstlich.

Die Mittel kommen übrigends auch in vielen Pflanzen vor, die auch in Tierfutter oder auf Weiden vorhanden sein können. Und ein Schwellenwert ist in den Doping-Regeln des Weltreiterverbandes nicht vorgesehen.

Bei einer zweiten, gründlicheren Überprüfung wurde allerdings auch deutlich, dass es sich dort um ungenauigkeiten während der Tests handelte und die Werte ganz normal waren.

Bei der Springreiter EM siegte übrigends die deutsche Meredith Michaels-Beerbaum mit ihrem Wallach Shutterfly. Sie hatte während des ganzen Turniers keinen einzigen Fehlerpunkt gesammelt. Und die Parcours waren echt schwer. Besonders die dreier Kombination beim Finale war echt heftig. Jedenfalls Gratulation an die Beerbaum ;)

(Foto Flickr unter CC)

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Ein Kommentar

  1. Claudia Sanders | Journalistin » Blog Archive » Isabell Werth: Das Eis wird immer dünner

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