Doping bei der Leichtathlethik WM 2007
IAAF und Wada führen absichtlich lasche Kontrollen durch! Das behauptete Jürgen Mallow gegenüber dem Spiegel. Und dies aus einem ganz einfachem Grund. Die beiden Organisationen wollen bei der Leichtathlethik Weltmeisterschaft 2007, die in Osaka ausgetragen wird, nicht wieder so ein Desaster wie bei der Tour de France 2007 erleben.
So stimmt auch der Trainer der Deutschen Leichtathlethen Franke in seiner Argumentation zu. Auch er betonte, dass bei den Dopingkontrollen der Wada wohl kein Dopingsünder auffliegen wird. Diese würden nämlich viel zu lasch, und ungenau kontrollieren. Die Wada kontrolliert ausserdem nur an den Wettkampftagen. Viele Dopingmittel werden allerdings schon viele Wochen vorher eingenommen. Der Nachweis dagegen ist nur einige Tage möglich.
Sogar der Präsident des DLV plädiert dafür, eine weltweit geltende Richtline zu Dopingkontrollen einzuführen. Denn nur so könne eine Chancengleichheit für alle Sportler geschaffen werden. Und die jetztigen “Dopingkontrollen mit Ankünigung” wirken sowieso nicht.
Ein sehr interessanter Vorschlag kommt auch aus Frankreich. Dort wird gefordert, jeden Dopingsünder für Olympia zu sperren. Gute Idee. Aber ob das wirklich vom Doping abhält? Ich weiß nicht wirklich. Die entsprechenden Doper gehen ja schließlich davon aus, nicht erwischt zu werden.

August 29th, 2007 um 19:20
Betrifft LeichtathletikWM & Doping
Schon ein kurzer Blick auf die “Leistungsexplosion” macht völlig klar, wie in (und vor) Osaka kontrolliert wurde. Aber dazu: kein Wort in der Glotze…
Ich bin leidenschaftlicher Leichtathletikfan und habe früher selber Teil genommen.
So lange der Sport so betrieben wird, boykottiere ich sämtliche Übertragungen. Außerdem kaufe ich keine Ware von Sponsoren der WM.
Kein sauberer Sport keine Zuschauer – keine Werbewirkung – kein Business mehr.
Was anderes verstehen die Funktionäre öffensichtlich nicht.