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Blutdoping

Blutdoping als Leistungssteigerung für Sportler mit Höhenangst und einem vollen Terminkalender

transfusionFür den einen oder anderen Ausdauersportler scheint Blutdoping eine willkommene Alternative zum zeitaufwendigen Höhentraining oder der Anwendung von EPO (Erythropoetin) zu sein. Blutdoping ist eine künstliche Methode die eigene körperliche Leistung um bis zu 5% zu steigern, ohne dafür wenige Tage vor einem Wettkampf gezielt in wohlmöglich schwindelerregender Höhe trainieren zu müssen.

Wenn wir über längere Zeit eine möglichst hohe körperliche Leistung erbringen wollen, muss unser Körper ausreichend Energie bereitstellen und zwar auf sogenannten aeroben Weg, d.h. er benötigt Sauerstoff und das nicht zu wenig. Energie könnte auch ohne Sauerstoff (anaerob) bereitgestellt werden, besonders dann, wenn sie nur kurzzeitig und schnell zur Verfügung gestellt werden muss, doch bildet sich dann Milchsäure (Laktat) in unseren Muskeln, welche zu Muskelübersäuerung führt, die den ausdauernden Sportler letztendlich im Wettkampf um den Sieg bringen könnte.

Doch stellt sich hier nun ein eher logistisches Problem, denn Sauerstoffmangel in den Muskelzellen, unseren Energiequellen, entsteht nicht, weil wir zuwenig atmen, sondern weil der Sauerstoff nicht schnell genug nachgeliefert werden kann. An dieser Stelle setzt nun der leistungssteigernde Effekt des Blutdopings ein. Blut, genauer gesagt der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin), als Bestandteil roter Blutkörperchen, ist das Sauerstofftransportmittel unseres Körpers.

So gilt es nun den Sauerstofftransport bzw. die -aufnahme zu verbessern, um Sauerstoffmangel in den Zellen zu vermeiden. Das bedeutet, die Anzahl roter Blutkörperchen muss erhöht werden, im Speziellen durch Transfusion einer Blutkonserve. Man unterscheidet hier zwischen Eigenblut- und Fremdblutkonserven. Bei Eigenblutkonserven und somit Eigenblutdoping, wird dem entsprechenden Sportler, der sich bereits im Training befindet und deshalb eine erhöhte Erytrhozytenzahl aufweist, einige Wochen vor einem Wettkampf Blut entnommen. Normalerweise dauert es dann ca. 4 Wochen bis der Körper diesen Blutverlust ausgeglichen hat.

Die Blutkonserve wird anschließend in einer Zentrifuge in die einzelnen Blutbestandteile getrennt, von denen nur die roten Blutkörperchen Verwendung finden. Mit Gerinnungshemmer versetzt wird die Blutkonserve dann bis zur Transfusion kühl gelagert. Eigenblutdoping ist bisher nicht nachweisbar. Im Falle einer Fremblutkonserve muss darauf geachtet werden, dass die Blutgruppe und der Rhesusfaktor des Spenders und Empfängers identisch sind.

Blutdoping, ob Eigen- oder Fremdblut, birgt neben seiner leistungssteigernden Wirkung allerdings erhebliche Risiken. Von recht harmlosen Schwindelgefühlen über Fieber, allergischen Reaktionen oder Unterleibsbeschwerden, kann es zu Angstzuständen, Blutmangel und Nierenschäden kommen.

Durch infizierte Konserven besteht zusätzlich die Gefahr einer Vergiftung (septischen Schock). Zudem kann es zu einer Übertragung von AIDS oder Gelbsucht (Hepatitis B und C) kommen. Letztendlich steigt durch Eindickung des Blutes, denn nichts anderes ist das Hinzufügen einzelner Komponenten, die Thrombose- und Embolie-Gefahr, welche im schlimmsten Fall zum Tode führen kann. So muss sich jeder Sportler darüber im Klaren sein, dass beim Blutdoping das Siegertreppchen manchmal nur ein Zwischenstopp zum Krankenbett sein kann.

Foto/Grafik

12 Kommentare

  1. ich

    danke ! ich halt nämlich ne GFS drüber ! dankeschön!!!!!!!

  2. kati

    ich finde doping scheise

    kati 12 jahre

  3. IchIch

    ja, kati, stimme dir zu – bis auf das böse Wort – mit 12 sollteste aber wissen, wie man den Mist schreibt ;-)

  4. sibille

    also ich finde Doping echt doof. Ich verstehe nicht was in den Köpfen der Athleten vorgeht. Das ist doch total unfair den anderen gegenüber, die nicht dopen.

  5. lalelu

    richtig…sportliche fairness sind das A un O…

    ich habe das thema doping als mein projektprüfungsthema für meine realschulprüfung gewählt.
    es ist unfair zu dopen und auch extrem gesundheitsschädlich…
    ich selbst spiele fussball und gehe dreimal die woche ins fitness-studio…aber ganz ohne DOPING!! man kann auch gut aussehen und gute leistungen bringen die auf natürlich weise antrainiert wurden!

  6. Nini

    ja ich stimme euch allen zu

  7. Pumuckl

    Ich finds auch nicht so toll, fast schon unfair…

  8. markus

    zu sibille:

    es gibt eigentlich nicht wiklich welche die nicht dopen,…

  9. E...

    es gibt wohl welche, die nicht dopen! ich zum beispiel: ich mache selber intensiven leistungssport (rudern) und ich kann mit gutem gewissen sagen, dass ich NICHT dopen, geschweige daran denke!
    bei aufnahme in einen bestimmten kader müssen die athleten besonders aufpassen, was sie essen, da sie dann den anti-doping-vorschriften unterliegen.

    mädchen (16)

  10. Hans S.

    Tja Sibille, deswegen dopen im Spitzensport auch alle, damit es wieder fair zugeht ;)

  11. Daniel

    Stimme euch allen nicht zu…wenn jmd. von euch die Tour de France oder den Weltcup, ist egal welche Sportart, gewinnen könnte würde das wahrscheinlich jeder tun. Außerdem ist es selbst mit Doping eine Leistung die nur sehr wenige vollbringen würden (z.B. die Tour de France gewinnen) ohne Doping hat man keine chance über 180 km am Tag zu fahren und das 21 Etappen lang!

  12. Ähm ...

    Daniel auf solche unwissenden Kommentare kann man verzichten -.- ! Genau solche Leute wie du machen Sport kaputt. Also ich find des geht gar nich und solche Leute, denen es NUR ums Gewinnen geht und gar nicht mehr um die Liebe zum Sport, sind einfach nur zu bemitleiden.

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