Doping Aktuell

Portal zu Doping im Sport

Creatin

Creatin (oder auch Kreatin) ist eine Säure, die als Energielieferant für Muskeln dient. Creatin wird durch die Nahrung aufgenommen, vorrangig durch Fleisch und Fisch. Im Sport dient es häufig zur Leistungssteigerung.

Creatin wird im Muskel in die Energiesubstanz ATP (Adenosintriphosphat) umgewandelt und danach vom Körper sowohl für den Aufbau von Muskeln, als auch zur Herstellung von Antikörpern, Enzymen etc. verwendet. Mithilfe von Creatin kann ATP besonders schnell hergestellt werden, deshalb greift der Körper immer zuerst auf diese Säure zurück. Der Körper muss kontinuierlich ATP herstellen, da dessen Energieschub nur kurz anhält (ca. 3 Sekunden Anstrengung). Je mehr Creatin dem Körper zur Verfügung steht, desto schneller und intensiver können die Muskeln trainiert werden.

Bis heute konnten kaum Nebenwirkungen durch Creatin festgestellt werden, daher wird der Gebrauch häufig als unbedenklich eingeschätzt. Die bisher bekannten Probleme aufgrund einer Überdosierung sind Blähungen, Durchfall, Muskelkrämpfe und Gewichtszunahmen.

Der Einsatz von Creatin bedeutet für Sportler vor allem: Verkürzung von Erholungsphasen, Aufbau von Muskelmasse und bessere Wasserversorgung der Muskeln. Deshalb bietet es sich vor allem bei sich häufig wiederholenden Anstrengungen an, z.B. bei Sprints und Trainingssätzen mit Gewichten. Auch Gedächtnisleistungen konnten in Studien durch Creatin-Zufuhr deutlich erhöht werden.

Die Wirkung von Creatin ist nicht bei allen Menschen gleich. Bei manchen können damit sehr gute Trainingsergebnisse erzielt werden, bei anderen reagiert der Körper kaum auf die überdurchschnittliche Zugabe von Creatin. Besonders empfänglich für eine positive Wirkung von Creatin sind Vegetarier und Veganer, da ihr Creatin-Spiegel durch den Verzicht auf Fisch und Fleisch grundsätzlich sehr niedrig ist.

Einen Kommentar abgeben: