Doping bei Olympia
Doping wird olympisch
Was war das Geschrei groß im Sommer. Da zog sich die ARD aus der Berichterstattung über die Tour de France zurück, weil neue Dopingfälle in einer Sportart bekannt geworden waren, die seit Jahren vor allem durch Doping Schlagzeilen macht.
Als die Bedenken laut wurden, man müsste sich dann – wollte man konsequent sein – auch die Übertragung der Olympischen Spiele 2008 in Peking absagen, drucksten die Verantwortlichen plötzlich herum.
Man müsse es dann gegebenenfalls prüfen, hieß es.
Viel Zeit muss man nicht darauf verwenden, um zum Ergebnis zu kommen, dass es in Peking zu Doping-Missbrauch kommen wird. Dass in China das Unrechtsbewusstsein in Sachen Doping unterentwickelt ist, ist allgemein bekannt. Die Chinesen sind dabei nur die unverhohlensten Dopingsünder. Der Leichtathletikverband der USA wird von so vielen Dopingfällen erschüttert, dass man da auch kaum noch von Zufall sprechen kann.
Andere Sportarten, in denen Doping zum Alltag gehört, sind Gewichtheben, Schwimmen und Skilanglauf, langjährige Olympische Disziplinen.
Ein Höhepunkt jeder Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele ist, neben dem Entzünden des Olympischen Feuers, der Olympische Eid. Die aktuelle Fassung lautet: “Im Namen aller Athleten verspreche ich, dass wir an den Olympischen Spielen teilnehmen und dabei die gültigen Regeln respektieren und befolgen und uns dabei einem Sport ohne Doping und ohne Drogen verpflichten, im wahren Geist der Sportlichkeit, für den Ruhm des Sports und die Ehre unserer Mannschaft.” Der Text ist immer wieder im Wortlaut modifiziert worden und dabei nie über den Status eines Lippenbekenntnisses hinaus gekommen, wie die Dopingskandale vergangener Olympischer Spiele beweisen.
Die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen waren noch nicht eröffnet, da hatten sie schon ihren Dopingskandal. Die griechischen Sprintstars Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou versuchten einer Dopingkontrolle zu entgehen, indem sie einen Motorradunfall fingierten und sich zur Behandlung in ein Athener Krankenhaus begaben. Erst als bei ihrem Trainer, Christos Tsekos, große Mengen Anabolika und anderer verbotener Substanzen gefunden wurden, verzichteten Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou auf ihre Olympiateilnahme.
Ähnlich spektakulär ging es bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin zu. Weil der Österreichische Skiverband nicht auf die Dienste des gesperrten Langlauftrainers Walter Mayer verzichten wollte, erfolgte eine Hausdurchsuchung im Quartier der österreichischen Langläufer und Biathleten. Walter Mayer war da plötzlich verschwunden. Zwei österreichische Biathleten folgten seinem Beispiel in der Nacht nach der Hausdurchsuchung. Der ganze Verband geriet in den Verdacht Doping zu tolerieren.
Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City erwischte es Langläufer Jochen Mühlegg. Nachdem er seinen Verbandstrainer verdächtigt hatte sein geweihtes Wasser zu “besprechen”, wurde er aus dem deutschen Verband ausgeschlossen und startete für Spanien. Nachdem Mühlegg über 10 Km und 30 Km bereits siegreich war, wurde er nach seinem Sieg über 50 Km des Dopings überführt und seine Medaillen aberkannt.
Vater aller olympischen Dopingskandale ist der Fall Ben Johnson bei Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul. Nachdem er im Finale der 100 Meter der Herren mit 9,79 Sekunden einen Fabelweltrekord aufgestellt und die Goldmedaille gewonnen hatte, wurde bekannt, dass Ben Johnson mit Stanozol, einem synthetischen Steroid gedopt war. So wurde dem Kanadier die zweifelhafte Ehre zuteil der erste Goldmedaillengewinner zu sein, dem seine Medaille aberkannt wurde. Nachträglich zum Sieger erklärt wurde Carl Lewis, von dem inzwischen ein positiver Dopingbefund aus demselben Jahr bekannt wurde.
Zu einer der Heldinnen der Olympischen Spiele gehörte auch Marion Jones, bis sie im Oktober bei einem Ermittlungsverfahren jahrelanges Doping mit Tetrahydrogestrinon gestand. 2000 hatte sie bei den Olympischen Spielen in Sidney drei Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen gewonnen, die sie nun alle freiwillig zurückgab. Davon profitiert nun ausgerechnet Ekaterini Thanou, die sich damals über 200 Meter Marion Jones geschlagen geben musste.

September 22nd, 2008 um 09:55
Hi, meine Facharbeit bezieht sich zum größten Teil auf Doping bei den Olympischen Spielen in Peking, daher wäre ich über nähere Informationen dieser Thematik sehr dankbar.Also falls ihr eine interessante bzw informierende Seite gefunden habt, lasst es mich bitte wissen.MfG Verena
Juni 25th, 2009 um 21:46
das sind doch alles spinner diese doper anstatt mal ordentlich zu trainieren greifen die idioten immer sofort zu drogen…
September 8th, 2011 um 12:25
ja da stimme ich zu!
November 15th, 2011 um 13:18
Wir arbeiten mit, die Text in ihre Internatschule(DK)
Danke für die gute Text!:)